El Dib, der seine frühe Kindheit mit seinem ägyptischen Vater und seiner deutschen Mutter in Ägypten verbrachte und dann mit seiner Familie nach Deutschland übersiedelte, besucht mit Frau und Tochter die historischen Schauplätze des antiken Ägyptens. Sie stehen ihm nahe und sind ihm doch fern, zumal er die Landessprache nicht beherrscht und im Gegenwartsägypten ein deutscher Tourist ist – mit Vorkenntnissen aus der Jugend. Die "Platte" der Erinnerung birgt also eine Vertrautheit, die gewissermaßen im Unschärfebereich beheimatet ist. Amin El Dib hat als kulturelles Bildrepertoire, das ihm bei seiner fotografischen Reise als Führer dient, die Reisefotografie des 19. Jahrhunderts gewählt. Der Reisefotograf konnte mit der Großplattenkamera allerdings Dinge zeigen, die das bloße Auge nicht zu sehen vermag.